19. April 2026
Stephan M. Rother - Sturmwelle

Inhalt:
Wenn die Vergangenheit tödliche Geheimnisse birgt … Laras Vater starb unter mysteriösen Umständen. Nun will sie sein Vermächtnis fortführen und das Geheimnis um die sagenumwobene Stadt Rungholt lüften, die einst im Meer versank. Auf der Suche nach der Wahrheit reist sie selbst auf die Nordseeinsel Hallig Horn … und stößt unter den Inselbewohnern auf eine Mauer des Schweigens! Nur der junge dänische Polizist Bergstrœm bietet ihr seine Hilfe an – oder hat er womöglich noch ein ganz anderes Interesse an Lara? Bald mehren sich die unheilvollen Anzeichen, dass die finstere Vergangenheit noch heute die Bewohner der Insel heimsucht …
(Quelle: sagaegmont.com/dotbooks)
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Meine Meinung:
Dieses Buch ist ein Thriller mit mystischen Elementen.
Am Anfang dominiert eher der der mystische Teil der Geschichte. Es geht um Lara und ihre Verbindung zu Hallig Horn und der versunkenen Stadt Rungholt und es geht um einen 6520 Jahre alten Fluch.
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Jedes Kapitel beginnt mit dem Datum, Gezeiten und dem Wasserspiegel. Die Geschichte beginnt eigentlich mit dem Widerwillen Laras, die eigentlich überhaupt nicht nach Hallig Horn zu ihrem Stiefvater Ole Rasmussen möchte. Ole Rasmussen ist der Herr auf Hallig Horn und so spielt er sich auch auf. Bereits auf der Fähre begegnet sie Hennig, einem Polizisten aus Dänemark. Dies Begegnung ist für beide unvergessen, wenn auch recht schmerzhaft und unangenehm.
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Kaum angekommen auf der Insel verändert sich die eher ruhige Lara. Sie wird immer mehr in die Ereignisse um den Untergang Rungholt reingezogen und weckt damit Geister, die niemand wieder haben wollte. Als der Wasserspiegel steigt und die die Sturmfront naht, muß sie um ihr Leben und das aller menschen auf der Hallig und den umliegenden Inseln kämpfen.
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Zuerst wird man durch Lara "Halluzinationen" in die Vergangenheit geschickt. Doch die Vergangenheit bekommt man nur Scheibchenweise, so das sich dort schon die Spannung aufbaut. Ihr Treffen mit Henning ist eher humorvoll, wird jedoch im Laufe der Geschichte ernster. jedoch ist diese "Beziehung" und die Figur des Gorn, das einzige das diese Geschichte etwas auflockert. Denn sie baut sich hauptsächlich durch Tragik, durch Verrat und dunkle Geheimnisse auf. Ab der 2. Hälfte wird es dann plötzlich dramtisch und spannend. Schön ist das die Geschichte kaum Elemente in sich birgt, die vorhersehbar waren. Immer wieder hat der Autor kleine Überraschungen einbaut und Spannung dadurch auf einen guten Level halten können. Der flüssige Schreibstil des Autoren hat dazu dann noch sein übriges getan.
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Auch seine Charaktere konnten sich sehen lassen. Einige hatte ein paar unfreiwillig komische Züge an sich, welche die Geschichte gut gebrauchen konnte. Insgesamt hat sich aber jeder Charakter in der Geschichte weiterentwickeln können und der Geschichte dadurch mehr Dynamik verliehen.
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Mich hat das Buch wie auch der Autor damit voll überzeugt. Dies war mein ersten Roman von Stephan M. Rother, aber sicher nicht der Letzte.
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