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4. April 2026

Rabbit Hole

© Image by Vilius Kukanauskas from Pixabay

Den meisten von uns ist dieses Wort bekannt und seine Bedeutung mehr als bewusst. Mir kam die Idee zu der Recherche, weil ich gerade selbst in so einem drinstecke und dies mal heißt es "Heated Rivalry". Und bei dem ganzen Content den ich online dazu finde, denke ich mal, ich bin nicht allein damit.

Und mit der Recherche zum diesem Thema bin ich scheinbar in des Nächste Rabbit Hole geraten, wobei ich mich schon immer schnell in Recherchen verloren habe. Das hatte meine Mitschüler in meiner letzten Ausbildung oft genug auszubaden, denn meine Vorträge haben immer den vorgegeben Rahmen (Zeitlich und Umfang) gesprengt.

Falls es doch jemanden geben sollte, der das Wort Rabbit Hole mit mit niedlichen kleinen Häschen in Verbindung bringt, dann hier mal die Definition von Rabbit Hole = unkontrolliertes Eintauchen in eine Thema und ein damit verbundener Verlust von Zeit- und Fokuskontrolle.

Der Ursprung soll wo Lewis Carrols "Alice im Wunderland" sein. Ein Kapitel heisst hier "Down the Rabbit Hole" und darin geht es um Alice langen Fall durch den Kaninchenbau und das sie durch dieses Rabitt Hole in der Welt fern ihrer Realität und ihres Zeitempfindens landet. Als sie sich darauf befreit und nach Hause kommt ist im Grunde keine Zeit vergangen, doch sie hat jede Menge Abenteuer erlebt. Diese Empfinden kann einen schon beim Lesen oder Recherchieren zu einem Thema das einen interessiert/packt überkommen. Und seit Socialmedia gibt es auch eine digitale Adaption eines Rabbit Holes - das Dhooscrollings. Welches durch Algorhythmen und KI im Hintergrund in den letzten Jahren immer intensiver wurden. Und immer mehr in der Kritik stehen, den diese können den Rabbit Hole-Effekt verstärken und zur Mediensucht und damit zu vielen Problemen führen.

Doch erstmal zu meinem Rabbit Hole:

Da gibt es diese Serie. Ankündigung "Serienhit" aus Kanada, GayRomance, SportRomance und alle Welt ist wild drauf. Und ich nur, ok das probierst du aus, du liebst GayRomance und vor allem GaySportsRomance. Und einen Monat HBOmax ist es dir wert.

Gesagt getan. Abo abgeschlossen und 1 Folge geschaut und - hat mich mit vom hocker gehauen. - Abo wieder abgestellt. Damit hätte es gut sein können. Ja, aber da komm der Algorhythmus ins Spiel.

Denn plötzlich bekomme ich überall Reels und Fanfictions von HR augespielt. Geh ich online sehe ich immer mehr davon und bin immer mehr vereinnahmt. Also Abo wieder her und weiter schauen. Und nun geht es los. 6 Folgen durchgebingt. Direkt das EBook gekauft und ein Reel nach dem anderen gelikt. Meine ForYouPages bringen nichts nderes mehr. Inzwischen kann ich garnicht mehr sagen wie oft ich die Serien durchgeschaut habe. Ich höre den Soundtrack und Playlists, ich habe mir auf der LBM das MessePrint geholt und sitze mit Wörterbuch (Englisch-Deutsch) um den Nachfolger (Long Game) jetzt schon zu lesen. Ich hab für meinen Kindle ganz Fangirl Like gleich 2 HR-Einleger gebastelt, bin Fangruppen bei FB begetreten (ich bin sonst fast nie bei FB), hab mir eine Hollander-Trikot, ein Rozanov-Trikot und einen HR-Hoddie bestellt.

Also - ich bin komplett in in dieser Welt abgetaucht und mein erstes IcehockeySpiel ist vermutlich uch nur noch eine Frage der Zeit. Ich bin schon oft in ein Thema, eine Welt abgetaucht, aber diesmal ist es heftig und das schlimmste - ich merkte selbst wie absurd das ist und ich liebe und geniesse es trotzdem. Mein Dopaminspiegel geht aktuell vermutlich durch die Decke. Selbst während ich hier tippe läuft die Serie nebenbei.

Und da kann man das Problem wahrscheinlich schon erahnen - Suchtverhalten. Den genau so fühlt es sich an - wie eine Sucht. Man fängt an und kann nicht aufhören, man muss immer weiter - immer mehr konsummieren. Und ich meine damit nicht nur HR. Denn Dhoomscrolling war für mich schon eine Zeitproblem vor Shane und Ilya. Und inzwischen ist das Thema auch in der Wissenschaft angekommen. Es gibt zahlreiche Studien und Untersuchungen, über die Ursachen und Folge. Und es ist eine Problem für alle Altersschichten.

Psychologie und Neurowissenschaften hinter dem "Rabbit Hole"

Das Phänomen des „Rabbit Hole“ ist eng mit der menschlichen Neugier und dem Belohnungssystem des Gehirns verknüpft. Die ständige Aufnahme neuer Informationen und die Interaktion mit Inhalten führen zur Ausschüttung von Dopamin, einem Neurotransmitter, der für das Gefühl von Belohnung und Motivation sorgt. Dies erzeugt einen Kreislauf: Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto stärker wird das Verlangen, weiterzumachen – ein klassisches Suchtmuster.

© Image by Gerd Altmann from Pixabay

Dies kann Studien zu Folge, auf Dauer zu Konzentrationsstörungen, Schlafmangel, sozialer Isolation, depressiven Auseinandersetzungen und sogar körperliche Auswirkungen wie Adipositas und muskuloseletalen Schmerzen führen. Und Kinder und Jugendliche sind noch anfälliger wie Erwachsene, da ihr Gehirn noch in der entwicklung ist und sie eine weniger ausgeprägte Selbstregulationsfähigkeit haben.

Die wissenschaft unterscheidet bei Konsum unter 2 Arten dem passiven Konsum (z.B. Serien schauen) und den aktiven Konsum (Recherche, Diskusionen, ...). Beide Formen können in Rabbit Holes führen, sobei aktiver Konsum wohl eine stärkere Identifikationund damit in höheres Risiko für obsessives Verhalten mit sich bringt.

Doch ein Rabbit Hole sind nicht per se schlecht. Flow-Zustände können führen zu intensivierter Konzentration und Lernmotivation führen. Sie kennzeichnen sich durch Freude am Thema aus, aber sie können auch zu Kontrollverlust und Suchtverhalten führen.

Und das sind nur die Probleme auf der Seite des Konsumenten. Denn bei Suchtverhalten gibt es auch immer die Unbeteiligten, die mit reingezogen werden. Freunde, Kinder welche "vergessen" werden, weil man an seinem Handy/ in seiner Sucht hängt. Vor allem Familienangehörige von Menschen mit Suchtverhalten entwickeln selbst auch psychische oder physische Auffälligkeiten. Rabbit Hole klingt niedlich, doch wann ist es noch ein Kaninchenbau und wann ist es ein Problem - eine Sucht.

Türöffner Rabbit Hole

Ich nutze mein Rabbit Hole aktuell tatsächlich um endlich einen Wunsch von mir umzusetzen - mein Englich zu verbessern. Ich habe 1992 meine Englischprüfung mit 1 abgeschlossen und dann habe ich mein Englisch jahrzehnte nicht (oder kaum) benutzt. Verstehen ist noch ganz OK, wenn langsam gesprochen wird. Aber um eine ganzes Buch zu lesen - no. Doch mein Wille, die Geschichte weiter zu verfolgen, ist so stark, das ich mir das Original EBook gekauft habe und ich jeden Tag ein paar Seiten lesen. Und dabei merke ich, wie es immer leichter wird. Ich muss aktuell ca. 5-6 mal je Seite das Wörterbuch benutzen, was deutlich unter dem ist, was ich befüchtet hatte. Und vielleicht schaffe ich zu Ende hin auch einige Seiten ganz ohne Hilfe.

Auch dieses Thema hat die Wissenschaft wohl schon untersucht. Dabei kam heraus das so ein Rabbit Hole tatsächlich eine Hilfe sein kann. Es führt zu Motivation zu erhöhter Konzentration und Lernmotivation, kann aber auch zu Frustrations und Depression führen, wenn der für einen selbst erkennbare Fortschrritt ausbleibt.

Der Weg zurück: Stategien zu einem gesunden Medienkonsum

Wie sehr man selbst schon in einem krankhaften Verhalten gefangen ist, muss man zuerst selbst Erkennen. Ein Recherche-Rabbit Hole ist vermutlich selten zu einen Suchtverhalten eskaliert, kann aber schon den gesetzen Zeitrahmen explodieren lassen. Aber Dhoomscrolling ist schon für viele zum Problem geraten und da nehme ich mich nicht raus. Ich habe schon so einige Nächte zu wenig geschlafen, weil ich Abends noch "kurz" bei Insta war. Dafü gibt es stategien und Ansätze, welche man aber aktiv umsetzen muss. Hier mal eine Auswahl:

  • Zeitmanagment: Festsetzung von klaren Nutzungszeiten und Pausen, um die Informationsflut zu begrenzen.
  • Bewusste Informationsauswahl: Filterung und Priorisierung von Inhalten, um relevante und vertrauenswürdige Quellen zu nutzen -> ich hab fast meine ganze letzte Ausbildung gebraucht das zu lernen und bin immer noch eine Anfänger der oft genug vom Weg abkommt
  • Digitale Entgiftung: Regelmäßige Pausen von Bildschirmen und sozialen Medien, um das Gehirn zu entlasten -> das ist meiner Erfahrung nach der schwierigste Punkt!
  • Medienpädagogik und Prävention: Förderung von Medienkompetenz, besonders bei Jugendlichen, um ein kritisches Bewusstsein für Mediennutzung zu entwickeln -> ein Punkt der dringend und umfassen in der Schule unterrichtet gehört und vielleicht auch in die Erwachsenenbildung reingehört
  • Beratung und Therapie: Bei ausgeprägtem Medienmissbrauch können professionelle Beratungsstellen, Therapieprogramme und Selbsthilfegruppen unterstützen.

Fazit

Das Phänomen Rabbit Hole ist vielschichtig und tief in der menschlichen Psyche verwurzelt. Doch die digitale Welt mit ihren Alorhythmen verstärken dies noch und das nicht unbedingt im positiven Sinne. Sie können uns bestärken, uns unterstützen und uns vorwärts bringen, so wie meine Auffrischen meiner Englisch kenntnisse. Doch die Wissenschaft zeigt auch, das sie einige Fallstricke mit sich bringen kann. Die gesundheitliche Einflussnahme auf Psyche und Physis durch exzessiven Medienkonsum sind erheblich. Und der Web hinaus ist steinig und erfordert viel persönliche Stärke.

Daher ist es wichtig das unsere Jugend schon früh in der Schule Medienkompetenz lernt. Das ist kein Thema, das allein in die Hände der Eltern gehört. Diese sind in der Regel selbst mit dem überfordert, das auf sie selbst und ihre Kinder einprasselt.

Ich habe das Thema hier nur kurz angerissen. Hätte ich einen Vortrag für die Schule daraus gemacht, wäre es wohl eine PP mit 50 Seiten geworden und ein 30 min Vortrag minimum und das wäre dann schon eine 5x gekürzte und auf das "wesentliche" reduzierte Version geworden.

Ich habe euch hier mal einige Links zusammengestellt, über die ich im Rahmen meiner Recherche gestolpert bin. Das sind nicht alle, aber ich will euch nicht mein neues Rabbit Hole mitnehmen, denn wie sich schon oben erwähnt habe, sind Recherche-Rabbit-Holes immer ein Schwachpunkt bei mir gewesen.

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©Kathleen Giesecke, Kathys Bücher und Welten. Alle Rechte vorbehalten.

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