20. April 2026
N.R. Walker - UPSIDE DOWN Die Welt steht auf dem Kopf

Inhalt:
Jordan O’Neill hat genug von Schubladen. Als schüchterner Bibliothekar fühlt er sich ohnehin schon oft fehl am Platz. Doch als ihm klar wird, dass das Label "asexuell" vieles in seinem Leben erklärt, gerät seine sorgfältig sortierte Welt aus den Fugen.
Hennessy Lang weiß längst, wer er ist. Nach einer Trennung und einigen gescheiterten Beziehungen steht er offen zu seiner Asexualität – und gründet in Surry Hills eine neue Selbsthilfegruppe. Dort begegnet er Jordan, der noch nach Antworten sucht und nicht weiß, wo er hingehört.
Zwischen vorsichtiger Nähe, leisen Gesprächen und großen Fragen versucht Hennessy, Jordan zu zeigen, dass sich sein Leben vielleicht nicht auf den Kopf gestellt hat – sondern endlich richtig herum steht …
(Quelle: lovelybooks.de)
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Meine Meinung:
Ich liebe GayRomance und habe davon im den letzten Jahre jede Menge konsumiert. Dadurch kommt es vor, das sich vieles wiederholt. Nur noch selten finde ich Geschichte die von mir mehr als nur nett bescheinigt bekommen. Upside Down hat es wieder geschafft.
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Von N.R. Walker habe ich bereits zahlreiche Geschichte gelesen/ inhaliert. Und sie hat mich mehr als einmal überrascht. Diesmal hat sie eine wunderschöne Slow Burn Romance gezaubert. Wobei so Slow Burn ist sie eigentlich garnicht. Aber die Protas lassen sich Zeit. Sie lernen sich kennnen. Und lernen einander kennen. Dabei haben beide ihre Päckchen zu tragen. Dabei spricht die Autorin durchaus Themen an, welche sich als problematisch erweisen könnten. Nicht jedes Problem bearbeitet sie allerding bis zum Ende. Was etwas schae ist, aber wahrscheinlich auch den Rahmen dieser Romanze gesprengt hätte. Auch wenn ich es interessant gefunden hätte, das Thema Interessenkonflikt und Abhängigkeitsverhältnis mit Hennessy und Jordan zu bearbeiten. Doch die Geschichte hätte dann deutlich mehr Drama und Schwere erfahren und die humorvolle leichte Romantik hätte ihren Zauber durchaus verloren.
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Jordan habe ich geliebt - ein Nerd mit einigen sozialen Handycaps und einer verhängnisollen Vorliebe für das Wort "Motherfucker". Und er hat tolle Freunde, welche ihn in jeder Lebenlage unterstützen, auch wenn es sich für ihn nicht immer so anfühlt. Auch bei seiner Suche zu sich selbst und zu Labels, die zu ihm passen.
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Und dann ist da Hennessy. Es kennt seine Labels bereits, auch wenn es sein Leben nur geringfügig besser macht. Den trotz seiner Asexualität sehnt er sich nach einm Partner in seinem Leben. Und so besteht sein Leben nur aus seiner Arbeit, bei der er regelmäßig seinen miesen Ex treffen muss und der Selpbsthilfegruppe, welche er leitet.
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Dazu kommen neben Jordan Freunden und Hennessys Freunden auch noch die Suppentruppe. Das alles zu sammen macht diese Geschichte zu einem Gedicht. Ich habe gelacht, ich habe fast geweint und vor allem habe ich mit den Jungs mitgebangt. Und eine Geschichte mit so wenig Spice hat mich schon lange nicht mehr gewegt und gefesselt.
Aber ja, man braucht ein paar Seiten bis man in die Geschichte kommt. Also blebt dran, denn dann werdet ihr sicher auch den Zauber erkennen. Mir hat diese Geschichte geholfen mein "Heated-Rivelry-Rabbit-Hole" zu verlassen.
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Fazit: Die Geschichte hat jede Menge Herz und Gefühl und Humor und Liebe und und und - da kann ich die kleinen Minuspunkte hinten überfallen lassen, da sie insgesamt überhaupt nicht ins Gewicht fallen.
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