19. April 2026
Eowyn Ivey - Das Schneemädchen

Inhalt:
Eine ergreifende Geschichte über Einsamkeit, Liebe und die Sehnsucht nach einem Kind, eingebettet in die atemberaubende Wildnis Alaskas der 1920er Jahre.
In dem Wunsch, neu anzufangen, zieht das kinderlose Paar Mabel und Jack in die raue Natur Alaskas. Doch das harte Leben in der Wildnis setzt den unerfahrenen Neusiedlern zu. Mit dem ersten Schneefall überkommt die beiden jedoch ein schon verloren geglaubter Übermut, und sie bauen zusammen ein Kind aus Schnee. Am nächsten Tag entdecken sie ein feenhaftes blondes Mädchen zwischen den Bäumen am Waldrand. Woher kommt das Kind? Wie kann es allein in der Wildnis überleben? Und was hat es mit den kleinen Fußspuren auf sich, die von Mabels und Jacks Blockhaus wegführen?
(Quelle: lovelybooks.de)
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Meine Meinung:
Eine Geschichte wie eine Schneeflocke- federleicht und faszinierend, doch dabei auch fein- und tiefsinnig.
Eine Geschichte voller Magie.
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Das Buch besteht aus 3 Teilen. Der 1. Teil besticht vor allen durch Tauer und den Gefühl der Verlorenheit. Mabel ist nie über den Verlust ihres Baby hin weggekommen und Jack ihr Mann weiss nicht wie er ihr helfen kann. Dadurch entfremden sie sich immer mehr. Der Umzug nach Alaska war mehr ein eine Flucht, als eine wirklich bewusste Entscheidung. Und dieses Land scheint mehr von den Beiden zu fordern, als sie geben können.
Im 2. Teil scheinen Sie endlich in Alaska angekommen sein. Im Winter ist Faina die Rettungsleine für Mabel und auch im Sommer ist Mabel endlich von Alaska eingenommen. Auch ihre Freundschaft zu der Familie Benson wird immer wichtiger für die Beiden.
Im 3. Teil wird das Schneemädchen erwachsen und obwohl sie sich bis auf Mabel und Jack, keinen anderen Menschen gezeigt hat, gerät sie in das Interesse von Garrett. Doch eine wildes Kind kann man nicht einsperren.
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Dieses Buch besticht durch seine leichte Erzählweise, durch sein Einfühlungsvermögen und die Liebe zum Detail. In jeden Wort fühlt man den Schmerz und die Einsamkeit, doch auch die Lebensfreude, die Liebe und die Hoffnung der Menschen in dieser Geschichte. Ein Buch das verzaubert und einem in seinen Bann schlägt. Von der ersten bis zur letzten Seite schaut man gebannt auf das Leben von Jack und Mabel, man bangt mit ihnen, möchte sie trösten und möchte mit ihnen Lachen. Die Geschichte lebt durch ihre großartigen Charaktere und durch die raue und doch unglaubliche schöne Landschaft.
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Fazit: Ein Buch, das von Anfang an verzaubert.
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